Der Facility Manager (FM) wird oft als der ideale Bauherrenvertreter angesehen, weil seine Rolle die optimale Ausfüllung der Schnittstelle zwischen der Planung, dem Bauprozess und dem sich anschließendem Betrieb des Gebäudes darstellt. Im Detail bedeutet dies:
1. Ganzheitliche Perspektive
Der FM (er)kennt sowohl die technischen als auch die betrieblichen Aspekte des Gebäudes. Dies bedeutet, dass er in der Lage ist, die langfristigen Bedürfnisse der Betreiber zu verstehen und sicherzustellen, dass das Gebäude aus Sicht des Betriebs optimal funktioniert. Als Bauherrenvertreter hat er ein umfassendes Verständnis von der Planung über die Bauphase bis hin zum späteren Betrieb.
2. Erfahrung im Umgang mit Gebäudetechnik und Infrastruktur
Ein FM verfügt über umfassendes und detailliertes Wissen der Gebäudetechnik / TGA (Heizung, Lüftung, Kälte, Elektro, Sicherheitssysteme, etc.). Dies versetzt den FM in die Lage während der Bauphase sicherzustellen, dass die passgenaue TGA und Infrastrukturen geplant und installiert werden. Bei der Auswahl von Materialien und Systemen gibt der FM-Bewertungen und Empfehlungen ab um einen nachhaltigen und reibungsfreien Start des Betriebs abzusichern.
3. Prozesskenntnisse aus dem Betrieb
Da der FM die täglichen Betriebsabläufe kennt, hat er ein praktisches Verständnis davon, welche baulichen und technischen Lösungen im laufenden Betrieb am besten funktionieren. Er ist es gewohnt, Herausforderungen schnell zu identifizieren und pragmatische Lösungen zu finden. So wird die wirtschaftliche Einhaltung der Betreiberverantwortung schon in den Planungs- und Bauprozess integriert.
4. Optimierung der Betriebskosten
FM sind mit den Betriebskosten im Gebäudelebenszyklus vertraut. Sie wissen, wie man energieeffizient und kostenoptimiert arbeitet und verfügen über umfassende Erfahrungen bei nachhaltigen und langfristig wirtschaftlichen Lösungen. Diese Expertise sichert die Einhaltung der Budgets ab und sichert dabei gleichzeitig die Erstellung einer funktionalen und wartungsfreundlichen Immobilie.
5. Kommunikationsbrücke
In jedem Bauprojekt gibt es viele beteiligte Stakeholder: Bauherr, Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer, Lieferanten, Nutzer, ggf. Mieter sowie div. Dienstleister. Der FM fungiert dabei als Brücke zwischen allen Beteiligten. Er kommuniziert die Bedürfnisse des Bauherrn sowie des Projektteams, erklärt technische Details verständlich und erarbeitet praktische Lösungen, die für alle Beteiligten umsetzbar sind.
6. Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten
Der FM kümmert sich schon während des baubegleitenden Facility Managements um die langfristigen Lebenszykluskosten im Objektbetrieb. Der FM sorgt somit dafür, dass die Immobilie sowohl während der Bauphase als auch in der späteren Nutzungsphase nachhaltig betrieben werden kann. Das Leistungsbild des FM umfasst hier die Energieeffizienz, Wartungsfreundlichkeit sowie die Auswahl von geeigneten Materialien. Dies führt zu einer Optimierung der Betriebskosten und spart dem Nutzer Zeit und Geld.
7. Betreiberverantwortung
Facility Manager sind mit den geltenden Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltvorschriften vertraut. Sie wissen, welche Standards eingehalten werden müssen, um das Gebäude später effizient und sicher betreiben zu können. Somit wird die Einhaltung der Betreiberverantwortung für Nutzer und Bauherr optimiert.
8. Fokus auf Nutzungsanforderungen
Der FM kennt bzw. erarbeitet die Anforderungen der Nutzer des Gebäudes. Somit wird bei der Gestaltung und Umsetzung des Projekts sichergestellt, dass diese optimal berücksichtigt werden. Dies führt zu einer höheren Funktionalität der Immobile und einer verbesserten Nutzerzufriedenheit.
Fazit:
Der FM verfügt über eine wertvolle Kombination aus praktischen Erfahrungen im (technischen) Immobilienbetrieb, der Erstellung von Kosten- und Leistungstransparenz, der Kommunikation von divergierenden Interessen im Bauprojekt sowie einer Fokussierung auf einen nachhaltigen Objektbetrieb. Der FM ist daher hervorragend in der Lage, die Interessen des Bauherrn während der Bauphase zu vertreten und sicherzustellen, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen wird sowie mit einer hohen Nutzerzufriedenheit in den Betrieb überführt wird.
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